Wasserstraßen
Die Oder
Die Oder ist ab der Einmündung der Wriezener Alten Oder bei Hohensaaten zusammen mit der parallelen künstlichen Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße (HoFriWa) Teil der Havel-Oder-Wasserstraße (HOW), die den Großraum Berlin mit der Ostsee verbindet. Nach Westen ist über die HOW und weitere Wasserstraßen sogar der Rhein per Schiff erreichbar.
Bis zur politischen Wende 1989/90 wurde die Oder noch intensiv für den Güterverkehr zwischen Polen und der DDR genutzt. Danach verfielen viele flussregulierende Elemente aus Geldmangel und Desinteresse auf beiden Seiten der Grenze. Heute wird die Oder wegen häufiger Niedrigwasserperioden und allgemein geringer Fahrrinnentiefen oberhalb von Hohensaaten nur wenig von der gewerblichen Güterschifffahrt genutzt. Kurzfristig kann die Wassertiefe aber um einige Dutzend Zentimeter erhöht werden, indem an den Staustufen auf dem polnischen Oderabschnitt zusätzliches Wasser abgelassen wird. Die Güterschifffahrt kann dann dank dieser „Welle“ mehr Fracht befördern.
Transportiert werden auf der Grenzoder vor allem Schrott und andere Rohstoffe für das Stahlwerk in Eisenhüttenstadt, aber auch Baustoffe und Agrargüter. Von Hohensaaten bis Stettin fahren regelmäßig Flusskreuzfahrtschiffe.
Kurz & Kompakt
- RLänge: 866 km
- RSchiffbare Länge: 646 km
- RLänge Bundeswasserstraße: 179 km
- RWichtige deutsche Häfen: Fürstenberg/Eisenhüttenstadt und Schwedt.
Weblinks
Karte